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Filmen - warum? Und für wen?

Andreas Kreher - erstellt am: 28.03.2005
Der Urlaub ist abgefilmt und geschnitten.
Das Werk wird der Familie vorgeführt, man ist begeistert. Noch zweimal kommt der Film zur Aufführung, dann verschwindet er im Archiv und teilt das Schicksal mit den Anderen.
Man müsste mal raus mit seinen Ideen, etwas anderes machen. Gelobt sei das Internet,
Roland Rößler (jetzt Vorsitzender des Videoclubs) und Andreas Kreher (jetzt Schatzmeister des Videoclubs) trafen sich auf ihren Internetseiten. Durch berufliche Beziehungen kam Wilfried Löwe als Dritter dazu. Ein Erfahrungsaustausch begann, jeder konnte mit einem eigenen genannten Archiv aufwarten.
Jetzt stellt sich jedoch die oben genannte Frage. An die Öffentlichkeit treten, das wär’s, einen Videoclub gründen. Zur gleichen Zeit liest Andreas Schellenberg einen Artikel von Gisela Müller über das Gottfried-Silbermann-Museum in Frauenstein in den Sächsischen Heimatblättern. Darin stellt die Autorin fest, dass es in Sachen Medien zu Gottfried Silbermann, besonders den Neuen, für die zu gründende Bibliothek des Museums, nicht gut aussieht.
Da kommt ihm der Gedanke – sein Arbeitskollege filmt ja und er trifft sich einmal im Monat mit Gleichgesinnten. In einem langen Gespräch entsteht die Idee der Entwicklung einer Veranstaltungs- bzw. DVD-Reihe unter dem Motto „Heimatland Sachsen“.
Am 10.03.2004 treffen sich dann die drei Filmer, Andreas Schellenberg und Ingo Gaschbauer; er wird die fotografische Betreuung dieses Projektes und der folgenden übernehmen, sowie die Webseite gestalten. Am 03.04.2004 geht es zum ersten gemeinsamen Drehtag hinaus. Vorher finden jedoch noch Absprachen statt. Anfänglich traten die Kirchgemeinden mit einer gewissen Skepsis unserem Projekt gegenüber. Verständlich. Wir hatten weder einen Namen, noch Referenzen, wie schon gefertigte Filme. Bei den Dreharbeiten brach das Eis jedoch schnell und uns wurde ein unkompliziertes Arbeiten ermöglicht.
Im Gottfried-Silbermann-Museum wurden wir von Frau Gisela Müller herzlich empfangen, ihre Professionalität im Umgang mit Interessenten und Besuchern brachte schöne Filmsequenzen und ein besonderes Highlight im Film. Noch heute stehen wir mit Frau Müller in Verbindung um unsere weiteren Gottfried-Silbermann Projekte voran zu bringen. Einige Zeilen vorher schrieb ich von einer Veranstaltungsreihe. Hier verbindet sich die Überschrift nun mit dieser.
Der fertige Film sollte nicht nur unter uns gezeigt werden, nein, wir wollten an die Öffentlichkeit gehen. So wurde für den 30.04.2004 eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Renaissance Chemnitz Hotel organisiert. Der Film sollte da Orgelfreunden, als auch anderen Filmfreunden gezeigt werden.
Mit dieser Veranstaltungsart schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits weckt man Interesse bei speziell Interessierten (hier Orgelfreunde und –kenner), andererseits bei anderen Filmamateuren. Dies sollte sich auch so bewahrheiten. Jedoch allein den Film zu zeigen würde den Aufwand nicht lohnen. So konnte Herr Wagler, ehemaliger Domkantor des Dom zu Freiberg, als Gastredner gewonnen werden. Mit seinem Vortrag ergänzte er den Film auf wunderbare Weise. Ein altsächsisches Buffet rundete den Abend kulinarisch ab. Das Publikum nahm den Film gut an. Für dieses Projekt konnte ich die Presse noch nicht im gewünschten Maße gewinnen. Vielleicht bin ich falsch an die Sache herangegangen oder man hat uns als Eintagsfliege eingeschätzt.
Durch einen kleinen Artikel wurde jedoch Frank Pronath (ein erfahrener Amateurfilmer) sowie die ebenfalls erfahrene Familie Richter aus Zwönitz auf uns aufmerksam und schlossen sich uns an.
Durch ihre Hilfe konnte die Vereinsgründung vorangetrieben werden.
Die Vereinsgründung erfolgte dann offiziell am 26.01.2005 in der Gaststätte „Kellerhaus“ in Chemnitz.
Das nächste Projekt war schon in Arbeit. Wir begaben und auf die Spur von Karl May.
Es sollte ein Film über seine Jugend entstehen, diesmal mit kleinen Spielszenen. Unser Erstlingswerk über Gottfried Silbermann öffnete uns dann die Tore der Pressewelt. Die Freie Presse sowie die Morgenpost begleitete unsere Arbeit mit Artikeln. Die Zusammenarbeit mit dem Museumsteam des Geburtshauses in Hohenstein/Ernstthal war wunderbar. Das schöne an den Arbeiten war jedoch, dass der MDR auch den Plan hatte, etwas über Karl May zu drehen. An allen Drehorten waren wir jedoch immer einige Tage vorher. Wir hatten jedoch den Nachteil, dass wir keine Straße absperren konnten und mit den lauten Nebengeräuschen leben mussten.
Vom fertigen Film schnitt Frank Pronath eine 15 minütige Kurzfassung für den sächsischen Landeswettbewerb. Das „gesamte“ Werk sollte wieder auf einer Veranstaltung gezeigt werden. Am 30.09.2004 sollte es soweit sein. Karl-May-Freunde und Filmfreunde hatten sich wieder im Renaissance Chemnitz Hotel eingefunden. Diese Veranstaltung wurde jedoch diesmal allein konzipiert und beworben, das Hotel stellte uns freundlicherweise „nur“ die Räumlichkeiten zur Verfügung. Wiederum wurde ein Rahmenprogramm um den Film gesponnen. Der Hohenstein-Erstthaler Kulturamtsleiter Herr Hallmann sprach zur Geschichte der Karl-May-Forschung, eine Indianistikgruppe stellte indianisches Brauchtum vor und eine kleine Ausstellung mit Autogrammen von Karl May Darstellern rundete den als Familiennachmittag konzipierten Tag ab.
Mit diesem Tag ist für mich die Frage der Titelzeile beantwortet. Mit den Filmen unter dem gewählten Motto „Heimatland Sachsen“ wollen wir die Landschaft, Kultur und Persönlichkeiten unseres Landes zeigen und diese der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen von Veranstaltungen zeigen. Aus der Fülle dieses Materials ist es möglich auch anspruchsvolle Beiträge für Wettbewerbe zu fertigen. Nach dem Karl May Projekt und der Ankündigung des nächsten Projektes (die Presse steht uns mittlerweile offen gegenüber) konnten wir drei neue Mitglieder gewinnen.
Was haben wir für die Monate geplant? Momentan drehen wir einen Film über die Geschichte von Schlosschemnitz (Stadtteil von Chemnitz). Am 17.09.2005 wird dieser zur Aufführung im hiesigen Schlossbergmuseum kommen.


 
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